Ein Abendessen mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Philipp Lengsfeld

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Trotz der Zeitknappheit ließ es sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Lengsfeld nicht nehmen, am 17.09.2014 an einem Abendessen teilzunehmen, um sich mit einer Gruppe von Exilvietnamesen, die sich über die verheerende Situation in ihrer Heimat Vietnam ernsthaft Sorge machen, Informationen und Gedanken über die Menschenrechtsverletzungen in Vietnam auszutauschen.

In der Eigenschaft als stellvertretendes Mitglied im Menschenrechtsausschuss des deutschen Bundestages hörten Dr. Lengsfeld und sein Büroleiter Dr. Andreas von Gehlen interessiert zu und stellten Fragen, sowohl zu der desolaten Menschenrechtssituation in Vietnam, als auch über die Repressalien, unter denen die „Stützen“ des Kommunismus – die Arbeiter und Bauern – in Vietnam zu leiden haben; all das hatte er bereits über die Berichte von der Mutter der Menschenrechtlerin Do, Thi Minh Hanh erfahren.

Zusätzlich interessierte er sich auch für die Religions- und Meinungsfreiheit, und zeigte sich besorgt über die regierungsseitigen Verhinderungsangriffe auf die Websites und Facebook-Seiten, mit denen die Blogger ihre nichtlinientreuen Meinungen kundtun. Ebenso besorgt war er über die Verhaftungen und Verurteilungen, meist mit lachhaften Urteilen. Seine Fragen wurden von einem Zeugen, dem Blogger „Windhändler“, der vor Kurzem aus Vietnam nach Deutschland gekommen ist, wahrheitsgemäß und sehr authentisch beantwortet.

Dr. Lengsfeld war tief erschüttert zu hören, dass junge Vietnamesinnen in den umliegenden Nachbarländern China, Südkorea, Taiwan u.a. wie Waren gehandelt werden und dass dies ganz legal unter dem blumigen Begriff „Heiratsvermittlung“ geschieht; oder wie vietnamesische Bauern mit raffinierten und ungerechten Entschädigungsmaßnahmen ihres Landes beraubt wurden; ebenso wie vietnamesische Arbeiter, ja im 21. Jahrhundert noch, unter sklavenähnlichen Verhältnissen gehalten werden.

Als Bürger eines demokratischen Staates wie der Bundesrepublik Deutschland ist es für Dr. Lengsfeld unvorstellbar, dass mündige Bürger wegen regierungskritischer Äußerungen via Internet (Facebook, Blogs…) von der vietnamesischen Regierung hart sanktioniert werden: Inländischen Vietnamesen droht die Freiheitsstrafe; für Auslandsvietnamesen steht das Einreiseverbot als Strafe bereit. Unglaublich fand Dr. Lengsfeld auch die Stärke der Armee der Zensoren, die neben Hunderten von Parteizeitungen in Vietnam versuchen,  die Volksmeinung zu überwachen, zu beeinflussen und zu lenken.

Zu der Frage, wie stark der Einfluss des chinesischen kommunistischen Nachbarriesen auf die vietnamesische kommunistische Partei sei, bekam Dr. Lengsfeld  von der Gruppe der Exilvietnamesen umfassende Informationen.

War es ein Zufall, dass Dr. Lengsfeld, der Blogger „Der Windhändler“ und dessen Übersetzer vom gleichen Jahrgang sind? Alle sind noch relativ jung!

Als zum Schluss gefragt wurde, wie lange sich die momentane desolate Situation in Vietnam noch halten könne, antwortete die Gruppe vorsichtig mit „zehn Jahre“. Der Verfasser dieses Blogs ist jedoch davon überzeugt, dass es von der Intensität der Bemühungen aller, besonders der Generation dieser jungen Menschen, innerhalb und außerhalb Vietnam abhängt, wie schnell sich die Verhältnisse in Vietnam verbessern.

 

Minh Tu Huynh

( Deutsch-Übersetzung von Tu Dung Dang )

 

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